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Elia Suleiman flüchtet auf der Suche nach einem neuen Zuhause
aus Palästina, bis ihm klar wird, dass sein Heimatland ihm wie ein
Schatten folgt, wohin auch immer er gehen mag. 

Vom Gießen des Zitronenbaums

 Der Künstler Elia kommt aus Nazareth und muss sich über Land und
Leute doch sehr wundern. Schon der eigene Garten und seine Zitronen-
bäume sind vor den Begehrlichkeiten der Nachbarn nicht sicher. Bald
bricht Elia auf, um anderswo heimisch zu werden und die seltsame
Einsamkeit des kopfschüttelnden Beobachters hinter sich zu lassen.
Er geht in jene Länder, wo die Frauen frei sind und die Kunst so schön
tolerant, wo die Parks öffentlich sind und niemand nachbarliche Zitronen
stiehlt. Elia wird zum Kundschafter in den westlichsten Metropolen,
Paris und New York. Auf seinen Streifzügen durch die Räume des
Urbanen gerät er zwischen aggressive Parkbesucher, ferngesteuerte
Touristen, rollende Polizisten und bis an die Zähne bewaffnete
Spaziergänger. Erneut muss sich Elia wundern, doch aus dem Wundern
wird bald ein nur zu bekanntes Befremden. Auch hier ist die Welt
aus den Fugen geraten, haust ein Schrecken in den Begegnungen.
Immer kleiner wird die Mimik dessen, der als Heimatsuchender
ankam und zur Teilnahmslosigkeit verurteilt ist. Und immer
größer wird das Ausmaß des Absurden, das zu unserer Normalität
geworden ist. Bleibt am Ende nur die Freundschaft mit einem
kleinen, frechen Vogel? Elia kehrt zu seinem Garten in Nazareth zurück
und muss sich abermals wundern: über einen liebevoll gepflegten und
gedeihenden Zitronenbaum.

Als unbeschwerter Flaneur läuft Regisseur Elia Suleimann los und erlebt
eine Irrfahrt in die absurden Abgründe unserer Zeit. Kaum jemals
hat sich die Erschütterung eines Beobachters so leichtfüßig in einer
Komödie der Irrungen Ausdruck verschafft. 

Komödie | FSK 0 | 97 Min | bes. wertvoll

Dienstag, 21. April um 18.30 Uhr 
Mittwoch, 22. April um 20.30 Uhr 


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