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Francois Ozons „Gelobt sei Gott“ ist ein stark recherchiertes, betont
sachliches und gerade deshalb so aufrüttelndes Opfer-Plädoyer,
das sich gegen (Frankreichs) Katholische Kirche wendet, die zu
lange zu Missbrauchsfällen innerhalb der Institution öffentlich
geschwiegen und so den Missbrauch
weiterer Opfer billigend in Kauf genommen hat.

Gelobt sei Gott
Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er
per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit miss-
braucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu
handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern,
François und Emmanuel.
Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das
Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand
formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr
aufzuhalten ist…

Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon
hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder,
immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen GELOBT
SEI GOTT eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann.
Stilsicher und mitreißend erzählt und ausgezeichnet mit dem Großen
Preis der Jury auf der Berlinale 2019, ist GELOBT SEI GOTT nicht
nur eine erschütternde Bestandsaufnahme der Versäumnisse in der
Katholischen Kirche, sondern auch ein Plädoyer für
Mut und Zusammenhalt.

Drama | FSK 6 | 137 Min

Dienstag, 28. Jan. um 18.00 Uhr
Mittwoch, 29. Jan. um 20.15 Uhr  

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97877 Wertheim

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