Wie verhalten sich Menschen in Krisensituationen? Laut eigenen Angaben wollte die britische Regisseurin Sally Potter diese Frage erörtern, als sie das Konzept von „The Party“ erdachte. Immerhin befand sich auch ihr Heimatland Großbritannien im Jahr 2016 in einer Krise. Der schwarzhumorige Film gibt sich dann auch als Tragödie, die sich nur oberflächlich als Komödie verkleidet. Denn ganz ohne Todesfall wird die Party nicht vorübergehen.

The Party

Janet hat den Höhepunkt ihrer politischen Laufbahn erreicht. Zur Feier ihrer Ernennung zur Gesundheitsministerin im Schattenkabinett lädt sie die engsten Freunde zu einer Party ein. Nach und nach trudeln Janets Freundin April und dessen esoterischer Mann Gottfried, der zugekokste Banker Tom  und das lesbische Paar Martha und Jinny ein. Da lässt Janets Ehemann Bill zwei Geheimnisse platzen.

Feministische Theorien, linke Diskurse, Esoterik, Kokain und schließlich sogar eine Pistole – die Party gerät immer schneller aus den Fugen, als die unterschiedlichen Charaktere und Lebensentwürfe aufeinandertreffen. Vielleicht ist doch etwas an der esoterischen Weltanschauung von Gottfried dran, denkt der todkranke Bill, während Tom im Garten mit einer Pistole herumfuchtelt und Janet in der Küche heimlich mit ihrem Lover textet. Am Ende wird jeder von ihnen seine geschätzten Ideale verraten.

Tragikomödie | Regie: Sally Potter | FSK 12 | 71 Min

Dienstag, 26. Sept. um 18.45 Uhr
Mittwoch, 27. Sept. um 20.30 Uhr