Mit seinem Familienroman ist Eugen Ruge im Jahr 2011 ein echter Überraschungserfolg gelungen. Die Geschichte um vier Generationen, die sich durch den Alltag in der DDR schlagen und den Zusammenbruch des Systems erleben, wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Doch anders als der Roman, konzentriert sich die Filmadaption lediglich auf einen Tag – den 90. Geburtstag des Familienpatriarchs Wilhelm Powileit.

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Im Frühherbst 1989 steht die DDR kurz vor dem Zusammenbruch. Ein letztes Mal soll sie hochleben, in Form des hochdekorierten SED-Mitglieds Wilhelm Powileit, der seinen 90ten Geburtstag feiert. Komplett mit singenden Pionieren, Blumen und einem weiteren Orden, den Powileit für seine Dienste um die DDR bekommt. Hartnäckig hält der Patricharch, der 1952 aus dem Exil in Mexiko nach Deutschland zurückgekehrt ist, um die DDR aufzubauen, an seiner Utopie fest. Noch ahnt er nicht, dass sein Enkel Sascha in den Westen geflohen ist.

In der Filmadaption von Eugen Ruges Bestseller “In Zeiten des abnehmenden Lichts” treffen vier Generationen einer ostdeutschen Familie aufeinander. Wilhelms Frau Charlotte ist ebenso verbohrt und weltfremd wie ihr Mann. Sie will die Zeichen des Zusammenbruchs nicht sehen. Deutlicher werden diese von ihrem Sohn Kurt erkannt, der 1956 aus einem Arbeitslager der UdSSR nach Ostberlin gekommen ist, wo er mit seiner russischen Frau Irina zusammenlebt. Dass Kurt seine Frau betrügt, ist nicht das einzige Geheimnis, das auf der Feier ans Licht kommt.

Komödie | Drama | Regie: Matti Geschonneck | FSK o. A. |101 Min 

Dienstag, 25. Juli um 18.30 Uhr
Mittwoch, 26. Juli um 20.30 Uhr